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1. Juli 2009 Die Gemeinschaftspraxis ist aufgelöst. Die Praxis für Allgemeinmedizin wird weitergeführt von Dr. med. Erwin Blumberg. 15.5.2006 Wir demonstrieren am 19. Mai in BERLIN Unsere Forderungen:
Top 17.03.2006 Heilmittelbudget 6006 geändertEinlenken von KV-Nordrhein und den KrankenkassenDie KV-Nordrhein hat den Fehler bei der Verteilung des Heilmittelbudgets in soweit korrigiert, daß jetzt als Praxisbesonderheiten bestimmte schwere Erkrankungen gelten. Unsere Bemühungen um Aufklärung, die Gespräche mit den Heilmittelerbringern und den Eltern betroffener Kindern, haben Erfolg gehabt. Der Schulterschluß von Ärzten, Therapeuten und Eltern hat bewirkt, daß kein Keil zwischen uns getrieben wurde. Die Demonstration am Elsabrunnen, die Proteste der Ärzte und unsere Hartnäckigkeit haben Erfolg gehabt. Schwerkranke Kinder und Erwachsene bekommen wieder die Heilmittel, die sie benötigen. Wir sind sehr erleichtert, daß bei entsprechender Diagnose, Heilmittel wieder von der Krankenkasse bezahlt werden. Gemeinsam können wir im Gesundheitssysthem einiges bewirken. Top Januar 2006 Heilmittelbudget 2006Verordnungen von Massagen, Krankengymnastik, Sprachtherapie, Lymphdrainage und Ergotherapie.Die Krankenkassen haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und damit die Ärzte gezwungen ca. 10 % der Leistungen in Nordrhein gegenüber 2005 einzusparen. Durch statistische Gleichmacherei müssen Arztpraxen im Kreis Kleve allerdings ca. 50%-80% der verordneten Heilmittel einsparen. Es stehen im Jahr 2006 390 Millionen Euro in Nordrhein zur Verfügung. Die KV hat mangels besserer Zahlen, die Geldsumme durch die niedergelassenen Ärzte geteilt und eine Durchschnittssumme getrennt nach Fachgruppen errechnet. Es stehen einem Hausarzt 6,10 Euro pro Nicht-Rentner im Quartal zur Verfügung und 15,79 Euro pro Rentner. Bei jedem Euro darüber hinaus ab einer Überschreitung von 15% muss der Arzt nachweisen, dass er nicht mehr als eine ausreichende Versorgung seiner Patienten veranlasst hat. Ab 25% Überschreitung wird angenommen, dass der Arzt in jedem Fall unwirtschaftlich arbeitet und er wird die Überschreitung selber bezahlen müssen. Als Ausnahme vom Budget (Praxisbesonderheit) können von einer unabhängigen Kommission besondere Fälle anerkannt werden. Die Beweislast liegt, im Nachhinein, beim Arzt. Hieraus ergeben sich folgende Probleme für den Kreis Kleve: 1. Sehr viele Praxen kommen mit dem Budget nicht aus und müssen ihren Patienten Verschreibungen verweigern, die ärztlich erforderlich sind. 2. Patienten werden von ihrer Krankenkasse falsch beraten und der wirkliche Grund wird verschleiert. Die Krankenkassen kommen ihrer Verpflichtung nicht nach, geschlossen mit den Ärzten gegenüber den Versicherten aufzutreten. Auch die KV Hauptstelle Düsseldorf informiert nicht objektiv. Der Arzt wird hingestellt, als wolle er nur Leistungen nicht gewähren. Das ist falsch. 3. Wir Ärzte sind sehr bemüht unseren Patienten und den Physiotherapeuten die Fakten darzulegen und keinen Keil zwischen uns, von den Verursachern der Problematik, treiben zu lassen. Wo ist denn nun wirklich das Problem für die Patienten im Kreis Kleve? In ländlichen Gebieten betreut ein Hausarzt viel mehr schwerkranke und chronisch kranke Patienten, als in der Großstadt. Das ist ja gerade ein Schwerpunkt in der hausärztlichen Tätigkeit, Menschen auch mit Schlaganfall und multipler Sklerose bis zum Ende in ihrer häuslichen Umgebung zu begleiten. Wir haben viele schwer behinderte Kinder, ein Stadtarzt gibt diese an eine Kinderarztpraxis ab. In der Stadt gibt es Zentren für solche Kinder. Aus diesen Gründen verschreibt ein Hausarzt im Kreis Kleve wesentlich mehr Heilmittel als ein Stadtarzt in Köln oder Düsseldorf. Wenn wir nun genau denselben Betrag wie dieser für unsere Patienten zur Verfügung haben, kann das niemals ausreichen. Wir haben zu wenig, der Stadtarzt zu viel Budget. Die Krankenkassen verweigern, nach Auskunft unseres Prüfarztes bei der KV, Praxisbesonderheiten im vorhinein rechtsgültig anzuerkennen, sie sind auch gegen eine gerechtere Aufteilung der Budgets. Das bedeutet für Ihren Arzt, er soll das Risiko, ob Praxisbesonderheiten anerkannt werden oder nicht, selber tragen. Ein Regress für das Jahr 2006 wird frühestens Ende 2007 ausgesprochen. Bei gleichem Verhalten wird der Arzt für das Jahr 2007 gleich auch noch zur Kasse gebeten. Dabei hat er nur die Leistungen aufgeschrieben, die er für seine Patienten erforderlich hält. Durch eine solche Geldstrafe wird die Praxis in den finanziellen Ruin getrieben. Die wohnortnahe Versorgung durch den Hausarzt ist dann nicht mehr gewährleistet. Wir in unserer Praxis müssen 50%, im Verhältnis zum 4. Quartal 2005, ca. 16.000 EURO pro Quartal einsparen. Unsere Patienten sind also die wirklich Betroffenen. Das wollen wir nicht!Wir können allerdings nicht für unsere Patienten bezahlen, damit sie die notwendigen Heilmittel bekommen. Der KV und den Kassen haben wir mehrfach mitgeteilt, dass das Budget im Kreis Kleve aus oben genannten Gründen nicht ausreichen kann. Eine gesicherte Anerkennung der Schwerkranken muss im vorhinein gewährleistet werden. Weder die KV noch die Kassen lassen sich derzeit auf Verhandlungen ein. Sie informieren die Patienten bewusst falsch. Wir gehen in unserer Praxis folgendermaßen vor: Wir haben eine Liste erstellt mit Patienten, die im Jahr 2005 Heilmittel erhalten haben. Aus gesundheitlichen Gründen versuchen wir, den Patienten, die besonders schwer krank sind, dann Verordnungen auszustellen, wenn das Budget noch nicht erschöpft ist. Dazu befragen wir täglich unseren Computer, ob noch Geldmittel zur Verfügung stehen. Wir sind gezwungen Verordnungen nach Dringlichkeitsstufen mit Prioritäten zu versehen und danach unsere Verschreibungen in einer Art Triage auszustellen. Dieses Vorgehen ist entwürdigend für den Arzt und ein unhaltbarer Zustand für unsere Patienten. Es zerstört das Arzt-Patienten-Verhältnis. Wir lehnen eine solche Budgetierung ab! Es kann keinesfalls davon gesprochen werden, dass wir keine oder so gut wie keine Heilmittel aufschreiben. So stellen es Kassen und KV dar. Bisher hat kein betroffener Patient erwartet, dass wir die Kosten für seine Behandlung aus eigener Tasche bezahlen sollen. Top Ab Januar 2006 MITTWOCHs SELBSTZAHLERSPRECHSTUNDE 8.00 - 10.00 Uhr Terminvereinbarung Wir berechnen unsere Leistungen nach der Gebührenordnung für Privatpatienten (GOÄ) Notfallrufnummer für Kassenpatienten in Goch 0180 50 44 110 15 oder Sie können hier gegen Kostenerstattung behandelt werden. Ihr Praxisteam Top Liebe PatientenDie Abrechnungsstelle zieht uns von den anerkannten Leistungen 21% ab, da zu wenig Geld von ihrer Krankenkasse bezahlt wird. Weiter werden allen Hausärzten nochmals 22% von den erbrachten Leistungen abgezogen, da die Kassen zu wenig Geld bezahlen. Abzug von 43% der erbrachten Arbeit. Fast die Hälfte unserer Dienste für Sie erbringen wir kostenlos. MITTWOCHS bleibt die Praxis für Kassenleistungen geschlossen, unsere Helferinnen müssen zu hause bleiben. Mittwochs ist die Praxis für Selbstzahler geöffnet. Wenn Sie als Kassenpatient am Mittwoch bei uns behandelt werden wollen und ausdrücklich NICHT den Notdienst aufsuchen möchten, werden wir unsere Leistung in EURO nach der GOÄ in bar berechnen. Eine Beratung mit Untersuchung kostet ca. 28 EURO Ein dringender Hausbesuch kostet ca. 60 EURO Ihr Praxisteam Top Dezember 2005 MITTWOCHs ist die Praxis geschlossen Warum? Liebe Patienten, die Politiker, allen voran die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt werfen uns vor zu viele und unnötige Leistungen für unsere Patienten zu erbringen. Dadurch wären wir selber Schuld an der sinkenden Vergütung unserer Arbeit. Wir möchten Ihnen mit dieser Aktion nur andeuten, was auf Sie zukommen wird, wenn wir uns strikt an den Vorgaben der Gesundheitsministerin und ihres Beraters Herrn Lauterbach orientieren. Wir haben in den letzten Jahren deutlich mehr Arbeit für Sie, unsere Patienten geleistet als von den Krankenkassen bezahlt wurde. Das haben wir zu Ihrer Versorgung getan. Vieles von dem was wir für Sie getan haben, haben wir umsonst erbracht. Um es Ihnen ganz klar zu machen: Wenn wir, wie jeder Geschäftsmann, nur die Arbeit leisten würden die wir auch bezahlt bekommen, dann würden wir unsere Praxen in jedem Quartal nach spätestens 8 Wochen schließen. Spätestens dann ist unser " Budget ", also der Abrechnungsbetrag den die Krankenkassen für Ihre Behandlung als ausreichend erachten aufgebraucht. Frau Schmidt und Herr Lauterbach würden dann sicher nach Hause gehen. Wir haben bisher zur Sicherstellung Ihrer Versorgung weitergearbeitet und haben dadurch die Rationierung verschleiert, die durch die verfehlte ärzte- und patientenfeindliche Politik entstanden ist. Es tut uns leid, aber wir sind nicht mehr bereit diese Politik auch weiterhin durch unsere Arbeit auch noch zu unterstützen. Wir möchten Ihnen zeigen was Ihnen droht wenn wir uns strikt an die gesetzlichen Beschränkungen halten. Wenn wir keine Leistungen mehr erbringen die über das von den Kassen und der Politik als ausreichend erachtete Maß hinausgehen. Lange Vorlaufzeiten für Termine wie sie bereits bei einzelnen Fachärzten für bestimmte Untersuchungen üblich sind, sind bereits Ausdruck der rationierten Versorgung und könnten sich ähnlich auch in unseren hausärztlichen Praxen entwickeln und wären dann nicht vermeidbar. Sie werden sich vielleicht fragen wo denn Ihre wirklich hohen Beiträge zur Krankenversicherung bleiben. Sie versickern teilweise ohne erkennbaren Sinn im Verwaltungsapparat und teilweise in bürokratisch aufgeblähten Versorgungsprogrammen die Ihnen keinen gesundheitlichen Vorteil, dafür aber viele neue Arbeitsplätze in der "Medizinverwaltung" ergeben. Zu Ihrer Information: Die Verwaltungskosten der Krankenkassen sind genauso hoch wie die gesamten von den Kassen zur Verfügung gestellten Honorargelder für alle Ihre hausärztlich tätigen Ärzte !!!! Die geplante weitere Reduzierung des von der Politik und den Kassen für notwendig erachteten Bedarfs zur Versorgung der Patienten führt dazu, dass eine wirtschaftliche Praxisführung für viele Praxen gar nicht mehr möglich sein wird. Die Existenz vieler Praxen und damit die wohnortnahe Versorgung durch den Arzt Ihres Vertrauens wird dadurch zerstört.Nur wenn wir eine Lösung finden, können unsere Praxen überleben und Ihnen auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Mit der Schließung der Praxen am Mittwoch erleben Sie nur einen kleinen Vorgeschmack dessen, was Sie erwartet, wenn Ulla Schmidts Politik gegen die Ärzte weitergeht: Praxen weg, längere Wege, noch längere Wartezeiten. Top |